Lieblingssatz

Ja!

AC Is disaster—famine, flooding, earthquake, forced migration, genocide, holocaust—a source of energy, creation, love?

TH Yes, because disaster is part of the world, our one and unique world! I agree with the world I am living in. It is only if I agree with it that I can have the power to change something. To agree does not mean to approve of everything or to support or to endure everything. To agree means to love—to love the world—beyond “respect,” “empathy,” “tolerance,” “compassion,” and “kitsch.” Love is passion, desire, ecstasy, infinitude, and cruelty. As an artist, who is part of the world, I have to confront disaster, my own disaster first, but also all disasters. I have to love this world if I want to change its conditions, I have to love the fact that disaster and “the negative” are also part of it. The world is not the world without the negative. Even within the negative, I have love for art and for artists, love for philosophy and philosophers, love for poetry and poets. This love gives me the energy and the will to create despite all the negative and despite all the past, present, and future disasters. Love is stronger than disaster.

 

aus: Bomb/ Interview mit Thomas Hirschhorn von Abraham Cruzvillegas

Lieblingssatz

Vorstellungen von der Zukunft

Sagte K (5) vorhin: Ich will kein Kunde werden! Ich will nicht gekundet sein!

Ganz meine Meinung.

Voraussetzungen des Erfolgs

bloß nicht

 

 

 

 

 

 

Ich jedenfalls versuche in einem Pilotprojekt (das ja doch keines ist, aber es kommt mir manchmal so vor), die Fähigkeiten meiner Kinder nicht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft auszurichten.

(Zitat des Tages als Bildschirmfoto der Online-Ausgabe der jungen welt vom 4. Juli 2013)

Buch und Bücherei Vom Verlassen der Welt

chronisch

Allgemein

Druckbefehl

Internetordner

Print out the Internet.

Viel Papier. Noch mehr Papier. Ich hatte vor Jahren mal angefangen. Ein seit Jahren nicht aufgeschlagener Ordner, drinnen vermutlich der Versuch, „das Internet“ (the internet according to me) alphabetisch zu ordnen oder so.

Allgemein Voraussetzungen des Erfolgs

time is on my side

Langsam sein, total langsam.

Denken an Kristin Hersh, die zu einem Konzert vor vielen Jahren zu spät kam. Zwar pünktlich zum Konzert in der Passionskirche, aber insgesamt, wie sie sagte, drei Tage zu spät, und sie sei noch nie ganze Tage zu spät gekommen. Damals verstand ich nicht, wie das sein konnte, wie man sich so verspäten kann. Aber jetzt: Ich bin in mancher Hinsicht Jahre zu spät. Man muss, glaube ich, immer gründlich sein.

Buch und Bücherei Voraussetzungen des Erfolgs

Wie man nicht fertig wird

Ich weiß, wie man nicht fertig wird, und nie will ich fertig werden. Ich schrecke vor jedem Abschluss zurück, vor diesem Hieven und Drängeln dem Ende entgegen, diesem Kraftakt.

Ich arbeite wieder an einem Text, an dem ich schon lange arbeitete, den ich schon einmal beendet habe. Ich schob die erneute Arbeit an diesem Text ewig auf. Oh, der benötigte Mut. Ich arbeite am Text mit der Sorge, ihn irgendwie zu beschädigen. Ich erfinde jeden Tag etwas, das unbedingt noch mit hinein muss. Jeder Tag bringt eine neue tolle Idee, die ich, kaum dass ich sie aufgenommen habe, wieder verwerfe. Ich erzähle A alle meine Ideen, all die tollen Ideen, davon, was alles rein soll in den Text. Davon, wie ich alte Texte in den neuen fügen kann. Ich berichte ihm, weil ich übersprudele und weil ich, nachdem ich ihm berichtet habe, mehr weiß.  A stimmte am ersten Tag zu, versteht genau, was ich vorhabe.  Am nächsten Tag hörte er – immerhin, aber nur noch – wohlwollend zu. Vorhin, während ich von der neuen tollen Idee berichtete, bearbeitete er sein Smartphone. Ich überlege nun, einen so betitelten Text zu schreiben: „Über den allmählichen Abschied von den tollen Ideen beim Betrachten des Liebsten mit dem Smartphone in der Hand.“

Lieblingssatz Voraussetzungen des Erfolgs

Julia Voss bringt alles auf den Punkt

Ich mag die Artike on Julia Voss sehr.

Hier schreibt sie über Georg Baselitz oder das System Georg Baselitz. Daraus als Lieblingssatz für heute: „Gegen diesen Erfolg ist nichts einzuwenden. Nur: Man kann nicht in Heerscharen gegen den Strom schwimmen. Man ist der Strom.“

Lieblingssatz

Hier ist noch frei

„A man would go to a bar alone, I told myself. So I went to a bar alone.“

Quelle: Diary von Emily Witt

Vom Verlassen der Welt

kann grad nicht / Sie Vollhonk

Sie haben zum Kommunikationsverhalten von Frauen und Männer geforscht. Gibt es da Unterschiede?

Bei vielen technischen Entwicklungen sind die Teams hauptsächlich mit Männern besetzt. Wir haben das umgedreht und haben Frauen als Entwicklerinnen einbezogen. Dabei haben wir gemerkt, dass Frauen andere Themen einbringen.

Zum Beispiel?

Jüngere Frauen spüren einen starken Druck, ständig auf Facebook präsent zu sein. Ältere glauben, wegen der Kinder ihr Handy nie ausschalten zu können.

Männer müssen doch auch Job und Familie vereinbaren.

Männer haben das auch bestätigt, aber nicht aktiv genannt. Frauen wünschen sich stärker als Männer so etwas wie eine Etikette: Was ist höflich in der modernen Kommunikation? Und sie haben eine App vorgeschlagen, die Störgeräusche simuliert. Dann können Sie dem Anrufer sagen, den Sie nicht einfach so abwimmeln können: Ich kann Sie gerade nicht verstehen …

aus: Taz-Interview mit Jette Jost.

Kategorie: charmante Lügen/tell me lies, tell me sweet little lies.

Kategore: totaler Quatsch

Kategorie: Entwicklung einer App, die nichts Konstruktives in sich birgt.

Wichtiger wäre die App, die hilft, die Wahrheit zu sagen (Wahrheit stand gerade noch in Gänsefüßchen, aber die habe ich dann doch gelöscht, denn warum nicht Wahrheit schreiben), also: Ich kann grad nicht. Ich arbeite am Wochenende nicht. Unsere Zusammenarbeit funktioniert nicht. Rufen Sie mich nicht mehr an. I would prefer not to. Ich gehe nicht gern mit dir aus. Unsere Freundschaft ist ein todträges Ding. etc.

Das App ist der potenzierte, entmenschlichte Bartleby.

And so boring. Letztendlich wirklich langweilig.