Satzdarsteller

 

 

 

 

 

 

 

Seit Tagen schiebe ich es schon auf, will Stadt der Engel nicht beenden, damit es dann nicht ausgelesen ist, sondern will einfach weiterlesen und weiter und weiter. Und es wäre in diesem Fall schön, führte das Lesen nicht dazu, dass das Buch ausgelesen werden könnte, zumindest für den Moment wäre das schön. Ich ginge mit diesem Buch gern durch das Jahr, und grundsätzlich bleibt der Tod, an den ich beim Lesen und sowieso denken musste, bleibt jeder Tod unvorstellbar und unmöglich, und links von mir steht ein anderes Christa Wolf-Buch, es heißt „Fortgesetzter Versuch“, womit alles gesagt ist, was man zum Leben sagen kann.

Und natürlich ist das ein Satz, der nicht stimmen kann: Hiermit ist alles gesagt.

Der Satz ist die Kleidung eines römischen Legionärs.

Der Satz ist jener als römischer Legionär verkleidete Mann der Gegenwart, der vor dem Pantheon stand (in festem Schuhwerk, um der Kälte zu trotzen), dem weinrote Federn vom Helm fielen, der mit seinem Kollegen plauderte und die Passanten fragte, ob sie ein Foto mit ihm machen wollten, zwei silberne Kronen in der rechten Hand schwenkend, das Gespräch mit dem Kollegen nicht unterbrechend.

 

Und ich bin versucht zu sagen: Hier sind lauter Ich-weiß-nicht-was versteckt: Finde die Stellen!

 

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